So wählen Sie die richtige Matratzenfestigkeit

Die schwierigste Aufgabe bei der Auswahl einer matratzenset besteht darin, die erforderliche Festigkeit zu bestimmen. Dies ist einer der Parameter, die mit Standardmessgeräten nicht geschätzt werden können.

Missverständnisse über die Festigkeit der Matratze

Viele Käufer denken fälschlicherweise, je härter die Matratze ist, desto vorteilhafter ist sie für die Wirbelsäule und den Rücken insgesamt. Dies ist einer der Mythen, die sich in den sowjetischen Jahren in unserem Land gebildet haben. Zu dieser Zeit war eine sehr harte Matratze aktiv gegen einen weichen Schlafplatz mit gepressten Federn, was den sogenannten Hängematteneffekt erzeugte. Tatsächlich sind sowohl die erste als auch die zweite Option insbesondere für die Gesundheit und den Zustand der Wirbelsäule schädlich, da sie die Möglichkeit ausschließen, sich in einer natürlichen Position für den Körper auszuruhen.

Wenden wir uns der Physiologie zu. Die Wirbelsäule ist keine gerade Linie, wie eine Schnur, in ihrer Form eher wie eine Welle. Dementsprechend führt das Schlafen auf einer sehr harten Oberfläche dazu, dass die Schultern und Hüften die maximale Belastung erhalten – sie können einfach nicht in die weichen Schichten der Matratze einsinken. Gleichzeitig bleibt der Raum um die Lendenwirbelsäule ungefüllt und erhält nicht die notwendige Unterstützung, was zu einer Überlastung des Muskelgewebes führt. Eine zu harte Oberfläche kann die Arbeit des Kreislaufsystems aufgrund einer übermäßigen Kompression einzelner Gefäße stören, was zu Problemen mit der Durchblutung führt. Dies kann zu Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen, Muskelsteifheit und allgemeiner Müdigkeit nach dem Schlafen führen.

Eine zu weiche Matratze ist nicht weniger gesundheitsschädlich, sondern aus verschiedenen Gründen. Auf einer solchen Oberfläche biegt sich die Wirbelsäule zu stark und nimmt die Form eines Halbmonds an. Und wieder tritt eine Muskelüberlastung auf, die Lungen werden komprimiert und der Atmungsprozess wird schwierig.

Bei der Wahl der Steifheit der Matratze sollten das Gewicht und das Alter der Person, die anatomischen Merkmale ihres Körpers, medizinische Indikationen aufgrund von Erkrankungen des Bewegungsapparates und der inneren Organe berücksichtigt werden.

So bestimmen Sie die optimale Festigkeit einer Matratze
Für Neugeborene aus den ersten Lebenstagen. In den ersten Monaten seines Bestehens durchläuft das Kind eine Phase ständiger Bildung der Wirbelsäule und des gesamten Bewegungsapparates. Daher empfehlen Kinderärzte, Babys auf den steifsten federlosen Matratzen einzuschlafen.

Für Kinder von 2 bis 13 Jahren.
Während dieser Zeit wechselt das Baby von einem Kinderbett zu einem Teenager. Die für sie gewählte Matratze sollte die Merkmale der Entwicklung des Kindes und signifikante Veränderungen seines Körpergewichts über mehrere Jahre berücksichtigen. Zu diesem Zweck eignen sich Modelle mit mittlerer Steifigkeit, sowohl federleicht als auch federlos.
Für Jugendliche und Jugendliche bis 25 Jahre. Die Bildung der Wirbelsäule dauert ein Vierteljahrhundert. Daher ist es unerwünscht, bis zum Alter von 25 Jahren weiche Matratzen zum Schlafen zu verwenden. Modelle mit mittlerer und hoher Steifigkeit (wenn es Probleme mit dem Übergewicht gibt) sind relevant.
Für Menschen von 25 bis 50 Jahren. Während dieser Lebensperiode können Sie die Auswahl auf einer Matratze beliebiger Härte je nach persönlichen Vorlieben und Gewichtsklasse einstellen:
bis 55 kg – weiche Modelle ohne Kokosnuss oder mit einer dicken Schicht darüber;
von 55 bis 90 kg – Matratzen mittlerer Härte. Achten Sie in diesem Fall auf die maximal zulässige Belastung für das ausgewählte Modell. Wenn es über 140 kg liegt, scheint das Produkt zu dicht und unangenehm zum Schlafen zu sein.
mehr als 90 kg – Matratzen mit maximaler Härte. Hier funktionieren Modelle mit einem verstärkten Federblock oder mit einer doppelten Schicht Kokosnuss gut. Wenn die Matratze von einem Paar zum Schlafen benutzt wird, muss man sich auf das Gewicht des schwereren Partners konzentrieren.
Menschen über 50 Jahre alt. Sehr harte Matratzen sind für sie kontraindiziert – dies kann zu ernsthaften Problemen mit Bandscheiben führen. Die optimale Wahl für sie sind weiche und mittelharte Modelle.
Für Menschen mit Problemen des Bewegungsapparates. Wenn eine Person an Erkrankungen der Wirbelsäule leidet, müssen Sie zuerst Ihren Arzt konsultieren. In jedem Fall sollte die Auswahl der Matratze individuell erfolgen. Es gibt jedoch allgemeine Empfehlungen:
Bei Problemen im Brust- oder Gebärmutterhalsbereich sind Modelle mittlerer Härte geeignet.
Bei Vorliegen von Krankheiten in der Lendengegend sind weiche Matratzen am relevantesten.
Bei Osteochondrose und Haltungsproblemen werden starre Modelle empfohlen.